Kalkutta Straßenklinik
Einst steckte das kleine Arztzimmer im Zentrum von Kalkutta noch in den Kinderschuhen, als die Mainzer Ärztin Sabine Krienke begann, neben ihrer Arbeit in den Einrichtungen Mutter Teresas auch für arme und schwache Obdachlose in Kalkuttas Straßen zu sorgen. Damals wie auch heute versorgt sie sie nicht nur medizinisch, sondern kennt das Schicksal von jedem dieser Menschen.
Heute, das heißt 6 Jahre später, suchen jährlich bis zu 1500 mittellose Patienten Sabines Hilfe während ihres 4-monatigen Aufenthaltes in Kalkutta auf. Nur gemeinsam mit dem indischen Medizinstudenten Badsha und indischen Doktor Shaukat, die sie immer tatkräftig unterstützen, gelingt es ihr, den großen Bedarf an medizinischer Diagnostik und Behandlung zu meistern.
All ihre Arbeit wäre nicht möglich ohne die finanzielle Unterstützung freundlicher Menschen, die trotz der großen räumlichen Distanz ein Herz für die leidenden Menschen in Indien haben.
Die Arztpraxis
Mit Eröffnung der Arztpraxis hat Sabine 16 elternlosen Jungen im Alter zwischen 9 und 20 Jahren ein Leben fern vom Bettelleben auf der Straße ermöglicht und als Arzthelfer angestellt. Nun legen sie Verbände an, geben Injektionen, nehmen Blut ab und gehen auf Patienten-besuche. Auch halten sie täglich die Augen offen für arme und kranke Menschen auf der Straße, um sie in die Arztpraxis zu bringen. Mittlerweile können die Jungens dank deutscher Geldspenden und durch Sabines Engagement in einer eigenen Wohnung schlafen und tägliches Essen sowie Schulunterricht erhalten.
Während Doktor Shaukat die Diagnosen stellt und Überweisungen und Rezepte schreibt, kümmern sich Sabine, Badsha und die Jungens um die Therapie der Patienten. So händigen sie zum Beispiel Medikamente aus oder führen diese über die Vene zu, reinigen täglich Wunden, geben Hungrigen zu Essen oder bringen ihnen, wenn nötig, eine Liege, Decken und Kleidung. Neben der ambulanten Versorgung bringen sie Patienten für Operationen ins Krankenhaus, wo sie sie ebenfalls pflegerisch und medikamentös versorgen. Wenn Sabine nicht in Kalkutta ist, kümmern sich Badsha und die Jungens um die Patienten, so dass dringende oder länger andauernde Therapien wie z.B. die häufige Tuberkulosetherapie fortgesetzt und dringend anstehende Operationen durchgeführt werden können.
Tatkräftige Unterstützung durch die Straßenjungen

Kancha

Kancha

Kurban
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